Aberglaube im Reitsport – wahr oder nicht wahr?

Aberglaube ist für viele Menschen ein treuer Begleiter.

Schwarze Katzen von links oder Freitag der 13. sind für viele immer noch Unglücksbringer. Ein vierblättriges Kleeblatt, ein Hufeisen, der Schornsteinfeger oder ein Maskottchen gelten als Glücksbringer.

Warum sind wir Menschen abergläubisch? Und gibt es eigentlich auch ein Aberglauben im Reitsport?

Wenn Du ein aktiver Turnierreiter bist, oder aber ein Freizeitreiter wirst Du sicherlich auch ein Maskottchen haben, was Dein Pferd an der Trense oder dem Sattel trägt. Oder vielleicht hast Du einen Glücksbringer an Deiner Box?
Viele von uns wollen darauf nicht verzichten und fürchten Unheil, sollten sie das Maskottchen einmal vergessen oder verloren haben.

Genauso halten es die Reiter, die ihren Pferden für die Turniere die Mähne einflechten. Viele flechten eine ungerade Anzahl an Zöpfen, da sie der Meinung sind, dass dies ihnen für die bevorstehenden Prüfungen Glück bringt. Andere wiederum schwören darauf, dass die Anzahl der Zöpfe unbedingt gerade sein muss!

Auch um Pferde rankt sich ein Aberglauben

Kennst Du auch den Aberglauben, der sich um unsere geliebten Vierbeiner rankt?
Schon seit vielen Jahren gibt es Sprüche oder Merksätze, die einem Aberglauben nachgehen.

Mein Großvater, auch ein Pferdemensch durch und durch hat immer zu mir gesagt „Wähl den Rappen, willst Du Feuer, Falben tun gut, sind nie zu teuer, Schimmel oftmals träg geboren, Füchse haben´s hinter den Ohren, Braune, leuchten sie auch wenig, sind verlässlich, drahtig, sehnig.“

Ich will nicht sagen, dass ich ein Mensch bin, der dem Aberglauben verfallen ist. Doch oft muss ich an meinen Großvater zurückdenken, der mit diesem Sprichwort wahre Worte gesprochen hatte. Bei allen Pferden, die mir bisher begegnet sind, trafen seine Worte zu.

Die Mythen um die Pferdebeine

Ähnlich verhält es sich mit den Mythen um die Beine unserer Pferde.
Wieso Pferde keine vier weißen Beine haben sollten? Pferde mit vier weißen Beinen bringen angeblich Unglück oder sind ständig krank. Deswegen heißt es „Vier weiße Beine: gar nicht erst kaufen, drei weiße Beine: nicht zu lange behalten, zwei weiße Beine: schenk es einem Freund, ein weißes Bein: behalt es ein Leben lang!“

Ein anderes Sprichwort sagt: „Ein weißer Huf: Kauf es. Zwei weiße Hufe braucht es. Mit drei weißen Hufen ist es Hundefutter und mit vier weißen Hufen für die Schwiegermutter!“

Ein Name ist ein Name

Sofern Dein Pferd einen Namen hat, der Dir nicht gefällt, solltest Du dennoch davon absehen, es umzubenennen. Ein Name ist ein Name und sollte es auch bleiben. Der Sage nach bringt es ebenfalls Unglück, einem Pferd einen anderen Namen zu geben.

Kaufe ein Pferd nie nackt

Kaufst Du Dir ein neues Pferd, solltest Du unbedingt zusehen, dass Du etwas mit nimmst, was dem Pferd bereits gehört. Ein Halfter oder einen Strick.
Denn ein Zubehörteil mit in das neue Zuhause zu nehmen, soll sowohl dem Reiter als auch dem Pferd Glück bringen!

Alles nur Zufall?
Vielleicht ja. Vielleicht aber auch nicht.
Manche von uns mögen dran glauben. Für andere ist es einfach nur Unsinn.
Aber irgendeine Macke müssen wir doch haben, oder?

Wie sieht es da bei Dir aus? Bist Du eher abergläubisch? Hast Du das ein oder andere bereits schon erlebt?

In diesem Sinne, bleibt alle gesund!

Lieben Gruß,

Sandra

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